Neubeckum (himm). In Sachen Vorstandsarbeit ist man sich im Gewerbeverein Neubeckum am Montagabend zügig einig geworden. Bei der Mitgliederversammlung im „Igelsbusch“ wurden Thomas Dreier als Erster Vorsitzender, Andreas Voß als Schatzmeister sowie die Beisitzer Erhard Kaup und Hans Peter Roos einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Verstärkung erhält das Team nun von Martin Wülfing als neuem Beiratsmitglied. 

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Die finanzielle Situation des Vereins stimmt. Doch eitel Freude und Sonnenschein herrschte deshalb noch lange nicht unter den Neubeckumer Gewerbetreibenden. Das machte sich zunächst am Thema Leerstandsmanagement fest, über das Fachfrau Helga Grothues von der Stadt Beckum berichtete.

Dass sich Erkenntnisse wie das Einzelhandelsgutachten positiv auswirken würden, bemerke er nicht, kritisierte Erhard Kaup. Man müsse eine Perspektive für das Gesicht der Hauptstraße in 20 Jahren finden, forderte Thomas Gödde. Oliver Lankes hielt die Ansiedlung von „Kaufland“ an der Grevenbrede für einen Kardinalfehler und Ursache für die Situation des Neubeckumer Einzelhandels. Dass die Verantwortung auch bei der Kaufmannschaft selber liege, verdeutlichte Grothues mit dem Hinweis, sie sei keine Maklerin sondern Vermittlerin.

Darüber, dass 2017 ein Integriertes Handlungskonzept für Neubeckum auf den Weg gebracht werde, unterrichtete Uwe Denkert vom Fachbereich Stadtplanung und Wirtschaftsförderung der Stadt Beckum die Versammlung. Einmal erstellt und genehmigt, würde es die Geschäftsgrundlage zum Abgreifen von Städtebaufördermitteln sein, zeigte er neue Perspektiven auf.

Erstmals berichtete als Vertreterin des Stadtmarketings Julia Schmidt über künftige Veranstaltungen einschließlich der verkaufsoffenen Sonntage. Dabei berührte sie ein Thema, das den Kaufleuten zusetzt, nämlich die Veränderungen im Gesetz zur Regelung der Ladenöffnungszeiten.

Das Oberverwaltungsgericht in Münster hat festgelegt, dass Städte und Ortsteile einen Sonntag im Rahmen von Veranstaltungen nur dann verkaufsoffen machen dürfen, wenn zu dem Anlass mehr Besucher erwartet werden als Menschen, die allein wegen einer Öffnung der Verkaufsstellen kommen würden. Dies gilt es nun künftig im Einzelfall plausibel zu begründen, was Anlass zu Diskussionen gab.